3016 - Herstellung eines Rheindükers bei Rhein-km 781,213 (Duisburg)
| Arbeitsbeginn: | 30-07-2007 |
| Abnahme: | 28-03-2008 |
| Ort: | Duisburg |
| Auftraggeber: | Köster AG |
| PDF download: | 3016rheinduker.pdf |
Die Maßnahme umfasst unter anderem die nachfolgenden Arbeiten:
• Rückbau und Wiederinstandsetzung des Uferdeckwerks.
• Herstellen und wieder verfüllen der Dükerrinne im Rheinstrom (ca. 35.000 m3).
• Rammen, Vorhalten und Rückbau eines Uferspundwandkasten.
• Einziehen eines mehr röhrigen Dükers (ca. 444 m).
• Einbau Sohlensicherung (ca. 10.000 to Wasserbausteine).
• Arbeiten unter laufende Schifffahrt.
Allgemein
Die European Pipeline Develoment Company (EPDC) plant den Aufbau eines Propylenpipeline in Europa mit einer länge von ca. 520 km von Rotterdam (NL) über Antwerpen (B) nach Geleen (NL) mit der Weiterführung nach Marl (D)
Im Zuge dieser Leitung wird der Rhein bei km 781,213 in offener Bauweise gequert. Es ist vorgesehen eine zweite Leitung als Reserverohr mit zu verlegen. Der neu herzustellende Doppeldüker unterquert den Rhein im unmittelbaren Stadtgebiet von Duisburg. Die Querungsstelle liegt kurz unterstromig der Hafeneinfahrt zum Eisenbahnhafen auf der rechten und zum Rheinpreußenhafen auf der linker Rheinseite. Der Düker ist zusammengestellt aus folgende Rohren: 2x DN 150 Produktionsrohr, 2x DN 100 Kabelschutzrohr, 2x Begleitkabel, 2x LEOS-Schlauch.
Die Montage des Dükers in ganzer Länge ist auf dem linker Ufer in Verlängerung der Unterquerungstrasse vorgesehen.
Für den Bereich Rheinkreuzung sind wir als Van den Herik als Subunternehmer von der Firma Köster AG für die Wasserbauarbeiten beauftragt worden.
Bauwerk
Der Ufereinschnitt, am rechten Ufer, ist zur Minimierung des Bodenaushubs und zum Schutz der Böschung mit Spundwände zu verbauen. Das linke Ufer gab vor, den Ufereinschnitt in unverbauten Grabenbauweise herzustellen. Um die Schifffahrtsbehinderung zu minimieren haben wir die Arbeiten durchgeführt mittels Kranschiffe (Nur 1 Schiff im Fahrwasser). Das Aushubmaterial aus der Rinne ist teilweise zur Wiederverfüllung zwischengelagert worden und teilweise in Übertiefen verklappt.
Zum Einziehen des Dükers ist eine Linear-Zugwinde zum Einsatz gekommen. Die Winde war dimensioniert für eine maximale Zugkraft von 200 to, die benötigte Zugkraft war ca. 55 to. Das Einziehen des 444 m langen Dükers hat 6 Stunden gedauert. Um den Düker gegen Ankerangriffe zu schützen ist während der Verfüllung der Rinne eine Schicht Wasserbausteine eingebaut.
Während der gesamten Bauzeit ist ein Peilboot vor Ort gewesen um ständig den Arbeitsfortschritt festzulegen.
Geräte-Einsatz:
• Schwimmbagger „Manta“ und/oder Schwimmbagger „Feronia“
• Selbstfahrende Klappschute „Prins 3“
• Hydraulik Bagger
• (Linear-) Zug-Winde
• Peilboot
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